Letzte Beiträge
Aserbaidschan als neuer Energiepartner der EU?
Im Juli 2022 unterzeichneten die EU und Aserbaidschan eine Absichtserklärung über eine strategische Partnerschaft im Energiesektor – ein bedeutender Schritt. Es geht darum, die Abhängigkeit von den russischen Gasimporten zu verringern: Aserbaidschan verspricht, die Gasausfuhren nach Europa im Lauf der nächsten fünf Jahre zu verdoppeln. So ließe sich zumindest teilweise die „Gaslücke“ schließen, die sich seit Beginn des stillschweigenden Energiekriegs aufgetan hat, den Russland seit Ende Februar gegen die EU führt.
Der Wirtschaftsriese Deutschland will sich nicht mehr aufs Gas stützen
Die Energiekrise in Europa, die hauptsächlich durch die Notwendigkeit umfassender wirtschaftlicher Sanktionen gegen den Kriegstreiber Russland ausgelöst wurde, weitet sich stetig aus. Dies wird langfristig äußerst negative Folgen haben, und zwar in erster Linie für Deutschland, die größte europäische Volkswirtschaft.
Zwischen Januar und Juli bezahlte Deutschland mit 38,3 Milliarden Euro 164 Prozent mehr für den Gasimport als im selben Zeitraum des Vorjahres, trotz einer Verringerung der Einfuhren um 25,5 Prozent auf 64,9 Milliarden Kubikmeter.
Deutschland macht Ernst mit seinem ersten LNG-Terminal – Ein LNG-Terminal an der deutschen Nordseeküste würde laut Bundesregierung mittelfristig die Abhängigkeit Deutschlands vom russischen Gas reduzieren.
Für die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel ist der Krieg, der Ende Februar zwischen Russland und der Ukraine ausgebrochen ist, ein “tiefer Wendepunkt in der Geschichte Europas”. Diese Aussage hängt auch damit zusammen, dass der Konflikt nach Jahrzehnten der engen Zusammenarbeit mit Russland im Energiebereich jetzt eine 180-Grad-Wende in der deutschen Energiepolitik ausgelöst hat.
Der geopolitische Reigen rund um den Iran – das Für und Wider
Die mögliche Aufhebung der Sanktionen gegen die iranische Ölindustrie steht in diesen Tagen erneut ganz oben auf der politischen Tagesordnung. Die USA und die EU sind auf der Suche nach einer sofortigen Lösung für das Öldefizit, da sie angesichts eines möglichen umfassenden Ölembargos gegen Russland unter Zeitdruck stehen. Die Zahlen belegen den Umfang dieser Herkulesaufgabe: es geht darum, täglich 4,2 Millionen Barrel russisches Öl zu ersetzen (wenn die Lieferungen Russlands an ehemalige Sowjetstaaten außen vor bleiben), im Idealfall sogar die kompletten 4,7 Millionen.
Russland ist auf dem besten Wege, die Kontrolle über den europäischen Energiemarkt zu verlieren
Der Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar und die darauffolgenden umfassenden Sanktionen gegen Russland haben zu einer Kehrtwende in der Energiepolitik der EU geführt. Unter dem Druck ihrer Partnerländer und der eigenen politischen Elite erklärte die EU, ab 2027 ganz auf russisches Gas, Öl und Kohle verzichten zu wollen. Und dies obwohl die Zusammenarbeit im Energiebereich ein halbes Jahrhundert lang und sogar während tiefer politischer Krisen einer der wichtigsten Pfeiler der Beziehungen zwischen der Sowjetunion bzw. Russland und Europa gewesen ist.
Während die Welt mit der Ukraine leidet, schließt China Geschäfte ab
Der Angriff Russlands auf die Ukraine und die darauffolgenden beispiellosen Sanktionen haben Schockwellen auf dem Weltmarkt ausgelöst – jahrzehntealte Handelsbeziehungen stehen möglicherweise kurz vor dem Zusammenbruch. Der Energiesektor ist einer der am schwersten betroffenen Bereiche.
Russland läuft Gefahr, den ganzen westlichen Energiemarkt als Abnehmer zu verlieren. Die USA haben zumindest bereits einen Einfuhrstopp für russisches Öl und LNG verhängt, Großbritannien verabschiedete sich vom russischen „schwarzen Gold“, und die EU kündigte an, die russischen Energielieferungen innerhalb von ein paar Jahren schrittweise auf null zurückfahren zu wollen.
Spanien als mögliche Lösung für die Gassorgen der EU
Das Land könnte zu einem der wichtigsten europäischen Gasumschlagplätze werden, wenn es gelingt, Infrastrukturengpässe zu überwinden
Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, der Ende Februar ausbrach, erschüttert die gesamte politische Landschaft der EU. Die Erschütterungen erreichen nach und nach alle Märkte und Wirtschaftszweige. Jetzt, wo ihnen das Ausmaß ihrer Abhängigkeit vom russischen Gas bewusst geworden ist, versuchen die Mitgliedstaaten der EU verzweifelt, ihre Gasversorgungssicherheit anderweitig zu garantieren. Unter Fachleuten gilt Spanien als eine mögliche Lösung des Problems. Das Land hat viel Potential als zukünftiger europäischer Gas-Hub und könnte möglicherweise die russische Gaslücke füllen.
Wer trägt die Schuld am explodierenden Gaspreis?
Die Spotpreise für Gas erreichten in Europa am 21. Dezember 2021 einen historischen Höchststand: erstmals wurde der Preis von 2000 […]


