Deutschland ist bestrebt, den Plan zur Entwicklung des nationalen Energiesektors konsequent und rigoros umzusetzen, um bis 2022 aus der Atomenergie und bis 2038 aus der Kohleverstromung auszusteigen. Die Regierung von Bundeskanzlerin Merkel setzt dabei in den kommenden Jahren auf einen Mix aus alternativen Energiequellen und Erdgas. In Gesprächen mit Experten und Entscheidungsträgern in Schlüsselpositionen wird deutlich, dass die Entscheidung über die Dekarbonisierung unvermeidlich ist.
Die Weltwirtschaftslage zwingt die Industrienationen, allen voran die EU, aber auch Indien, sich auf die Suche nach alternativen Bezugsquellen für Erdöl zu machen. Die Situation wird noch dadurch verschärft, dass sich die USA kurzfristig auf die Eindämmung der Brennstoffpreise im eigenen Land konzentrieren und zumindest bis Dezember 2022 kein zusätzliches Öl auf den Weltmarkt bringen werden. Die von den G7-Ländern beschlossene Deckelung des Preises für russisches Erdöl trägt ebenfalls beträchtlich zur Unsicherheit auf den Märkten bei.
Seit einiger Zeit gilt Aserbaidschan als einer der Verbündeten Brüssels bei dessen Bemühungen um eine Diversifizierung der Energieimporte. Allerdings scheint die Situation ins Stocken geraten zu sein, da mehrere Faktoren zusammenkommen, die die Beteiligung von aserbaidschanischem Gas am europäischen Energiemix einschränken. In diesem Artikel bewerten wir das Potenzial dieser Partnerschaft. Die großen Pläne Mit Erdgasreserven, […]
Der kleine Balkanstaat Serbien könnte sich durch seine geplante Lithiumförderung im Jadar-Tal zu einem entscheidenden Akteur in der europäischen, ja sogar der Weltwirtschaft mausern: ohne Lithium gibt es keine Elektromobilität. Der geplante Abbau stößt jedoch in der serbischen Öffentlichkeit auf außergewöhnlich heftigen Widerstand: fast täglich berichten die internationalen Medien über neue Proteste oder bringen Kommentare von Experten und Politikern. Wird es Serbien gelingen, den gesellschaftlichen Unmut zu überwinden und sich zum größten Lithiumlieferanten aufzuschwingen?
Anfang des Jahres wurde bekannt, dass die Ukraine den Vertrag mit Russland über den Transport des russischen Erdgases in die EU nicht verlängern wird. Der am 31. Dezember 2024 auslaufende Vertrag betrifft den Transport von 225 Milliarden Kubikmetern Erdgas über einen Fünfjahreszeitraum hinweg. Die betroffene Pipeline sorgte bislang für den Löwenanteil des Gastransports Richtung EU. Jetzt jedoch will Kiew Russland den Zugang zu seinem Gasnetz verweigern. Die EU beeilte sich mit verbalen Unterstützungserklärungen, während Russland verlauten ließ, dass man trotzdem wie gehabt mit einer Verlängerung der Vereinbarung rechne.
Nachdem die EU als Reaktion auf die Ereignisse in der Ukraine beschlossen hatte, den Import russischen Erdgases auf ein Minimum zu beschränken und spätestens 2027 ganz zu beenden, erwies sich LNG aus den USA für Deutschland als ein wahrer Segen. Von allen EU-Mitgliedstaaten war Deutschland als jahrzehntelanger Großkunde der Russen von dieser Entscheidung am meisten betroffen. Früher hing die Bundesrepublik bei den Energieimporten zu 55 Prozent vom russischen Gas ab, bereits vor einem Jahr jedoch lag sein Anteil lediglich noch …
Es sieht ganz so aus, als würde die Kernenergie weltweit und vor allem auch in Europa eine echte Renaissance erleben. Doch sie kann durch die gewaltigen Kosten und die Schwierigkeiten beim Bau neuer AKW für die westlichen Länder keine Sofortlösung sein. Außerdem ist Russland in diesem Bereich unverzichtbar.
Im März 2024 fand in…
Seit Kriegsbeginn in der Ukraine 2022 hat die EU systematisch ihre Einfuhren russischer Energieträger, vor allem von Erdgas, reduziert und es sich zum Ziel gesetzt, spätestens 2027 gar kein Erdgas mehr aus Russland zu importieren. Ende Juni 2023 war der Anteil der russischen Erdgasimporte im Vergleich zum selben Zeitraum im Jahr 2021 von 38,5 auf 12,9 Prozent zurückgegangen.
Um die Lücke zu füllen, …
Am 14. Februar 2024 kündigte Russland die Einstellung seiner jährlichen Beitragszahlungen an den Arktischen Rat an, das wichtigste internationale Kooperationsforum für die Anrainerstaaten der Arktis. Der Rat setzt sich aus acht Mitgliedstaaten, sechs ständigen Vertretern der Ureinwohner und 38 Beobachtern zusammen.
Dieser Schritt macht offiziell, was de facto vorher schon der Fall war: …
Die weltweiten politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen machen die bitteren Pillen des Green Deal noch ungenießbarer, wodurch er nicht nur zu einer schweren Belastung für den Energiesektor und die Industrie der EU-Mitgliedstaaten werden, sondern auch den rechtsextremen Kräften den Weg zur Macht bereiten könnte.
Grün ist die Farbe der EU, daran zweifelt kaum jemand. Ende 2019 stellte…
Die Energiekrise und der dadurch ausgelöste Anstieg des Gaspreises in Europa haben zu einem klaren Bruch mit der früheren, auf die Spotmärkte gestützten Energiepolitik der EU geführt. Noch vor nicht allzu langer Zeit sahen die Europäer neue langfristige Gaslieferverträge (und zwar nicht nur diejenigen mit Russland) als eine Art Schuldknechtschaft, die nicht nur die Abhängigkeit der EU von einzelnen Lieferanten steigere, sondern auch die Erreichung der Klimaziele erschwere.
Die Regierungskoalition gibt weiterhin ein Bild der Zerrissenheit ab. Unstimmigkeiten zwischen der Partei von Olaf Scholz, den Grünen und den Liberalen bestehen nicht nur in innenpolitischen, sondern auch in außenpolitischen Fragen. Die Medien, die ständig auf das Hin und Her der Regierung, auf den Opportunismus, den sie bei der Verwendung der Haushaltsmittel an den Tag legt und auf das dadurch entstandene Haushaltsloch von 60 Milliarden Euro hinweisen, gießen zusätzlich Öl ins Feuer.
Nach dem Anschlag auf die Nord Stream-Pipelines und dem starken Rückgang russischer Erdgaslieferungen, darunter der vollständigen Einstellung der Gaslieferungen durch die Jamal-Europa-Pipeline, ist der Transit russischen Erdgases durch ukrainisches Territorium einer der letzten Versorgungswege, auf dem russisches Erdgas in die EU gelangt, auch wenn die Lieferungen auf ein Drittel des Vorkriegsniveaus zurückgegangen sind.
Kasachstan wird langfristig mehr Erdöl nach Deutschland liefern. Schätzungsweise bis zu zwei Millionen Tonnen jährlich, und in der Zukunft vielleicht noch mehr. Das ist das Ergebnis der Gespräche auf höchster Ebene, die Ende September in Berlin stattfanden und an denen Bundeskanzler Olaf Scholz und der kasachische Präsident Kassim-Schomart Tokajew teilnahmen. Auf den ersten Blick erscheint eine solche Vereinbarung zweifellos vorteilhaft für alle Beteiligten.
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